Lanzhou
Die Stadt Lanzhou liegt auf 1600 Metern über dem Meeresspiegel an den Ufern des Gelben Flusses und ist die Hauptstadt der chinesischen Provinz Gansu. Im Verwaltungsgebiet von Lanzhou leben heute über 3 Millionen Menschen. Lanzhou ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Provinz Gansu im Nordwesten von China.
Geschichte von Lanzhou
Lanzhou wurde bereits im 6. Jahrhundert v. Chr. Teil der damaligen Qin-Dynastie, die ihre Hauptstadt in Xi'an hatte. Bereits vor rund 2000 Jahren wurde Lanzhou zur Hauptstadt des umliegenden Gebietes und zu einem Militärstützpunkt der nun regierenden Han-Dynastie. Bereits zu dieser Zeit war Lanzhou eine wichtige Stadt als Übergang über den Gelben Fluss und war eine Station der antiken Seidenstraße, die das damalige China mit Europa verband.
Lanzhou wurde bekannt als die Goldene Stadt, und die chinesische Mauer wurde zu ihrem Schutz bis über Lanzhou hinaus erweitert. Als im Jahre 1666 die Provinz Gansu entstand, wurde Lanzhou zur Provinzhauptstadt und ist es bis heute geblieben.
Buddhismus und Katolizismus
Lanzhou ist Sitz einer katholischen Diäzöse, die zurzeit jedoch vakant ist, da die chinesische Kommunistische Partei nicht bereit ist, die "Oberhoheit des Papstes" anzuerkennen, und der Papst nicht bereit ist, die "Oberhoheit der Kommunistischen Partei" anzuerkennen.
Bereits vor über eintausend Jahren war das Gebiet von Lanzhou eine wichtige Region für den Busshismus und zahlreiche buddhistische Tempel-Anagen und Schriften zeugen von dieser Zeit.
Wetter und Klima in Lanzhou
Lanzhou verbucht einen traurigen Rekord als einer der Städte Chinas mit der höchsten Luftverschmutzung und einer Listung unter den 30 Städten weltweit mit der schlechtesten Luft.
Das Klima in Lanzhou ist zumeist trocken, mit heißen Sommern mit wenig Regen und kalten und trockenen Wintern. Es fallen nur rund 300 Millimeter Regen jährlich in Lanzhou, weswegen es in der Regel im Winter niemals schneit.
Fotos: Lanzhou